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Kontracom

Na, was soll ich erzählen. Heute war ich in Salzburg, um eine vierzehntägig stattfindende Vorlesung zu besuchen, die jedoch, aufgrund der Erkrankung des Vortragenden ausfallen musste. Netterweise hängen bei solchen Begebenheiten immer kleine weiße Zettel an der Tür des Hörsaales. Dass ich 40 Kilometer fahren muss ist denen ja egal. Nun denn, ich hab heute morgen nebst Notebook (für diese Vorlesung unbedingt nötig, da sonst die Finger abfallen und die Hand gleich mit) auch die Digi-Cam eingepackt, weil ich vorhatte, ein bisschen auf der Uni zu knipsen.

Das Wetter in Salzburg war eigentlich klassisch: Schnürlregen! Also im Grunde nichts ungewöhnliches und nachdem ich mir beim H & M einen schwarzen Billig-Knirps gekauft hatte, störte mich nur noch der eiskalte Wind.

Das erste Kunstwerk, dass wir betracheteten, war der Hubschrauber von Paola Pivi. Und glaubt mir, den sollte man echt mal gesehen haben, sofern man die Möglichkeit dazu hat.

Pivi-Hubschrauber Hintergrund Residenzbrunnen und Residenz Pivi-Hubschrauer von hinten Pivi-Hubschrauber Hintergrund Salzburger Dom

Die Bilder zeigen es meiner Meinung nach deutlich, dass dieses Kunstwerk doch ein befremdendes Gefühl hervorruft, weil es absolut unnatürlich ist. Und zudem trägt es vehement dazu bei, das Gemüt der Stadt-Salzburger enorm zu erhitzen. Nunja, Salzburg braucht halt jedes Jahr seinen eigenen, kleinen Aufreger. :-) Zudem soll ja auch schon ein dreister Dieb versucht haben, eines der Rotorblätter zu klauen – er wurde aber sozusagen auf frischer Tat ertappt – der Hubschrauber wird nämlich rund um die Uhr vom ÖWD bewacht.

ÖWD-Wachhäuschen

Also, ausgestattet mit Regenschirm ging es weiter, zum Alten Markt. Dort, zwischen zwei Häusern, da stecken zwei Kugeln drin. Die dazugehörige Künstlerin heißt Ayse Erkmen und die Kugeln haben natürlich eine Bedeutung: Der Name des Kunstwerks lautet “The Gap” und die Kugeln sind über dem kleinsten Haus am Platz positioniert. “Es sieht aus, als ob die Kugeln vom Himmel gefallen seien und hier stecken geblieben wären, um den Zwischenraum auszufüllen.“, meint dazu die Künstlerin selbst (Quelle: http://www.salzburg-kontra.com/finearts.html). Naja, wenn mal gelbe und blaue Kugeln vom Himmel fallen, können wir wohl eh alle einpacken, denke ich mir da. ;-)

Ayse Erkmans Kugeln beim kleinsten Haus am Alten Markt Ayse Erkmans Kugeln und der Brunnen am Alten Markt

Dann, trotz weiter anhaltenden Schnürlregens und Windes machte ich mich weiter auf den Weg bis zum Mirabellgarten. An dieser Stelle auch ein Dank an meine Begleiterin, die tapfer mit mir durchgehalten hat. Heute war wahrhaftig kein guter Tag zum Spazieren gehen.

Der Eingang zum Mirabellgarten hatte sich in einen Bretterverschlag verwandelt. Nichts, was wir nicht schon wussten, denn auch darüber wurde in den Medien bereits so einiges berichtet und das ganz kann nun (nach dem Hubschrauber natürlich) als Aufreger Nr. 2 im Mozartjahr durchgehen.
Bretterverschlag als Kontro-Kom KunstHier geht's rein, in den Mirabellgarten

Und alles was Kunst ist, hat auch einen wohlklingenden Namen. Darum heißt dies hier: Demolirer Polka und der dazugehörige Künstler heißt Hans Schabus. Viel kann ich dazu nicht sagen, nur, dass die Länge der Bretter nicht willkürlich gewählt ist, sondern der Tonhöhe der gleichnamigen Strauss-Polka entspricht.
Es ist reine Geschmackssache, aber meiner Meinung nach gibt es durchaus schlimmeres. Und was ich keinesfalls glaube ist, dass dem Gastwirt im Mirabellgarten aufgrund des Kunstwerkes die Gäste ausbleiben, weil sie (angeblich) die Festung nicht mehr sehen können.

Das liegt nun mit ziemlicher Sicherheit an den kühlen 6 Grad, bei denen sich sicher keiner in den Gastgarten setzen will.

Soweit meine Eindrücke vom Kontrakom Salzburg 2006. Vielleicht schaffe ich es auch noch irgendwann, die restlichen Kunstwerke zu fotografieren, dabei hoffe ich aber inständig auf besseres Wetter.

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2 Comments »

Comment by Opossum
2006-05-30 14:45:06

Danke für die Helikopterbilder. Könntest du noch ausführen, was Paola Pivi mit ihrem umgedrehten Hubschrauber aussagen will? Einen umgestürzten Lastwagen hat sie ja auch schon mal gemacht, seh ich gerade: http://www.artnet.com/magazine/reviews/rian/rian1-19-6.asp BTW sprechen Fachleute hier von einer “Installation”.

Die drei Kugeln (also ich seh drei, nicht nur zwei) scheinen in den Grundfarben des Buchdrucks gehalten zu sein, alle drei kombiniert ergäben eine grosse schwarze Kugel. Andererseits könnten die Kugel auch drei stark vergrösserte Rasterpunkte eines Bildes darstellen. Oder ob die Farbe eine andere Bedeutung hat? Man fragt sich, man fragt sich. BTW können vielleicht die Österreicher einpacken, wenn es Kugeln hagelt, die Schweizer haben da ja noch die Luftschutzkeller in ihren Häusern …

Die dritte Installation erschliesst sich mir allerdings nicht ganz. Sieht für mich aus, wie eine optische Stadtmauer, die den Besuchern die freie Sicht nehmen will. Möglicherweise ist vom Künstler ja beabsichtigt, dass die Anwesenheit der Mauer den Passanten lästig erscheint.

 
2006-09-19 07:51:55

[...] Hier regnet’s Bindfäden, wie Roman sagen würde, ich hingegen würde mal eher wieder auf den Salzburger Schnürlregen tippen. Da hab ich doch schonmal was gebloggt drüber… ich glaub, das war hier: KLICK [...]

 
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