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Schweizerische Widerwärtigkeiten?

Schon lange nix politisches mehr gebloggt, gell. Darum wird’s auch höchste Zeit, mal wieder das diesbezügliches reinzustellen.

Nachdem in Österreich man schlimmes Wort über die Strache-Vergangenheit (care-Pakete über die Berliner Mauer, Wiking-Jugend, etc. …) gefallen ist, wollen wir doch mal über die Grenze wandern und nachschauen, was die SVP (Schweizer Volkspartei) grade so macht.

Ich hab mir sagen lassen, es wär grad Wahlkampfzeit und da gingen die Wogen mal wieder besonders hoch. Wo nicht, frag ich da, aber andererseits: Andere Länder, andere Sitten. Während H.-C. Strache und Peter Westentaschen-Hojac noch gerappt haben, bedient die SVP von Ch. Blocher sich bereits einer Flash-Animation mit der Zottel-Ziege… oder Geiss heißt das wohl in der Schweiz. Ich hab mir das Spiel angesehen und fand es dermaßen abstoßend, dass ich drauf verzichten werde, den link zur Verfügung zu stellen. Anbei aber ein paar kleine Screenshots, um zu verdeutlichen, dass wohl auch der SVP jedes, wirklich jedes Mittel recht ist, um den Hass auf die “Ausländer” und auf die böse Maschinerie der EU weiter zu schüren:

Zottel rettet die Schweizzottel02.jpgzottel03.jpg

Bevor man überhaupt eines der Spiele starten kann, muss man eine ausgwählte einschlägige Frage richtig beantworten:zottel01.jpg

zottel04.jpgBeim ersten Spiel geht es primär darum, so viele Schweizer Pässe wie nur irgend möglich aufzufangen um sie nicht in die ausgestreckten Hände fliegen zu lassen. zottel05.jpgAb und zu marschiert unten auch noch ein Einbürgerungsanwalt vorbei, den man mit der Leertaste wegklicken kann. Das Ergebnis des Spiels sah bei mir dann so aus: zottel06.jpg

Gottseidank muss ich mir keine großen Sorgen über die Zukunft der CH machen.

Das zweite Spiel dreht sich wieder ums Ausländerthema, denn hier muss man “schwarze” Schafe von der Schweizer Grenze wegklicken. Die Schweizer Geiss lässt nur die weißen durch, schwarze Schafe oder ganze Busse mit schwarzen Schafen werden sofort wieder retour geklickt.

zottel07.jpg zottel08.jpgzottel09.jpg

 

Mein Ergebnis erspar ich auch, düster sieht’s wohl auch hier für die CH aus, da ich beim Schafe wegklicken kläglich versagt habe – aber für die Screenshots tut’s doch, oder?

Ziemlich unspektakulär mutet dagegen das Spiel gegen die Steuervögte (Helvetismus) der EU an. Hier muss Zottel-Geiss lediglich mit einer Armbrust deren Hüte wegschießen, bzw. verhindern, dass ein Grüner (warumauchimmer) der EU einen großen Sack prall mit Schweizer Franken gefüllt zuschießt.

zottel10.jpg zottel11.jpgzottel12.jpg

Spiel Nr. 4 geht schließlich ausnahmsweise mal gegen die CH selbst, nämlich gegen die staatliche Abzockerei. Hier muss man, ganz in gewohnter Pac-Man Art versuchen, die Grünen zu eliminieren und die Blitzkästen zu verhindern, damit auf den Schweizer Straßen auch nicht gerast werden kann.

zottel13.jpgzottel14.jpgzottel15.jpg

Irgendwie bin ich mir nicht ganz darüber im Klaren, welches der Spiele am widerwärtigsten ist, wohl eher die ausländerfeindlichen, andererseits…. ein Blick in den Highscore reicht aus, um zu erkennen, wievielen Leuten diese Spiele offenbar Spaß bereiten. zottel-highscore.png

Fällt grad mal jemandem ein, ob die FPÖ oder das BZÖ hier mal ähnliches im Angebot hatte? Nicht, dass ich die und deren Einstellung irgendwie in Schutz nehmen würde, aber ich kann mich an nichts erinnern.

 

 

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36 Comments »

Comment by Opossum
2007-09-15 12:44:58

Nunja, die FPÖ und das BZÖ haben sich eher mit widerwärtigen Liedern versucht. Ich gehe mal davon aus, dass sie solche Spiele nicht aus ethischen Überlegungen nicht auf ihren Homepages haben, sondern schlicht, weil sie bisher noch nicht auf die Idee gekommen sind, so etwas anzubieten. Spätestens beim nächsten Wahlkampf werden sie auch sowas auf ihren Webseiten haben, so wie sie schon die Forderung nach einem Minarettverbot von der SVP übernommen haben. Übrigens ist das Spiel nicht offiziell von der SVP, sondern beim Sohn des bekannten ehemaligen Formel1-Rennstallbesitzers Peter Sauber gehostet. Man darf darüber spekulieren, wer die Entwicklungskosten bezahlt hat.

Es gab in der Vergangenheit wohl selten einen derart hart umkämpften Wahlgang. Das dürfte daran liegen, dass im Normalfall schon vor den Wahlen die Zusammensetzung des Bundesrates nach den Wahlen bekannt ist und sich eigentlich nur die Frage stellt, wieviele Stimmen welcher Bundesrat erhält (was anzeigt, wie zufrieden die Parlamentarier mit ihm in den letzten vier Jahren gewesen sind). Da das Parlament bei uns jedes Jahr nur während einiger Wochen in jedem Quartal tagt, hat es zahlreiche Kompetenzen auf den Bundesrat übertragen, so, dass diesem eine ziemlich wichtige Rolle zukommt.

Obschon man das offiziell nicht wissen kann, gehen viele Beobachter davon aus, dass viele wichtige Abstimmungen im Bundesrat 4:3 ausgegangen sind, wobei die Bundesräte von FDP und SVP gemeinsam gestimmt haben. Nach den aktuellen Umfragen zeichnet sich ab, dass FDP und SVP diese Mehrheit verlieren könnten, wobei nach den Umfragen die FDP um ihren zweiten Sitz bangen müsste. Es gehen natürlich nun auch Gerüchte um, dass die FDP ihre zwei Sitze damit retten könnte, dass sie mit der Mitte und den Linken paktiert und so abstimmen könnte, dass der Sitzverlust gegen die SVP und damit wohl gegen Blocher ginge.

Auch wenn Blocher immer wieder betont, was seine Partei alles tun würde, wenn er nicht mehr wiedergewählt würde, kann man doch davon ausgehen, dass das für ihn eine sehr tiefe Demütigung und auch das Karriereende wäre.

Das dürfte der Grund sein, wieso der Wahlkampf derart hart geführt wird. Die SVP stagniert oder geht in den Wähleranteilen sogar leicht zurück, der wichtigste Partner, nämlich die FDP befindet sich gerade nach diversen internen Streitigkeiten im freien Fall und ist seit der SRG-Wählerumfrage von gestern zum ersten Mal überhaupt hinter die CVP auf den vierten Platz zurückgefallen. Es tauchen in letzter Zeit darum auch Plakate mit dem Slogan “Blocher stärken, SVP wählen” auf, die Blocher vermutlich selbst finanziert hat, was für einen Bundesrat schon äusserst aussergewöhnlich ist.

FDP-Bundesrat Pascal Couchepin hat die Gefahr der drohenden Abwahl auch schon erkannt und hat Blocher letzte Woche noch mit dem Duce Mussolini verglichen, was zumindest ich so werte, dass er auch den Bedarf sieht, bei den Linken noch ein paar Stimmen zu holen, auf dass nicht er, sondern sein Parteikollege Merz abgewählt wird.

Comment by FliFlaFlorian
2007-09-18 17:56:46

Copy-Paste?

Comment by Regina
2007-09-19 10:39:07

Was wer wie?

Comment by Florian
2007-09-19 10:40:55

Naja, ich kann soviel ja schon nicht lesen. Da frag ich mich dann, ob man soviel überhaupt schreiben kann.

Comment by Regina
2007-09-20 19:00:21

Ja klar kann man soviel auch schreiben – angeblich sollen es Leute sogar schon zu einem Roman (hach, ist das nicht ein süßes Wortspiel) gebracht haben.
Die Frage ist dann eben, ob man das auch alles liest, was die anderen schreiben. Im Fall von Opossums Beiträgen ist da für mich immer etwas schwierig, da er mir das selbe gerne auch auf Skype, auf IRC und wenn möglich auch noch auf ICQ erzählt.
Har, har, evtl. sollte ich mal was über die Parkmöglichkeiten in unserer Straße hier bloggen, dann bekommt er sicherlich einen großen Redeschwall.

Comment by FliFlaFlorian
2007-09-20 22:14:04

Du meinst, in der Moosgasse wird noch parkiert? Wird da nicht parkiert?
Aber du hast dings-da! Das ist wahrlich der Themenquell für sprudelnde Romane!

PS: Romane sind teilweise noch interessant!

Comment by Regina
2007-09-21 13:42:44

ad PS: Oben schreibst du, du könntest soviel nicht lesen und jetzt schreibst du von interessenten Roman. Hm…
Was ist wohl jetzt wahr?

Comment by FliFlaFlorian
2007-09-21 19:28:26

Na du solltest mal was von Robert B. Parker lesen… das hat dann niy mehr mit schwurzelischen Romänern zu tuten! Der kann lämmlich richtig geil schreibieren!

 
 
Comment by Regina
2007-09-21 13:43:39

Und zum Rest: Ja klar wird hier parkiert – was denkst du denn?
Aber mich stört es nicht weiter, abgesehen davon – wenn sich wer drüber aufregt, dann sollen es die deutschen Nachbarn tun, die reichen. Mir soll sowas erspart bleiben.

Comment by ananda
2007-09-26 09:05:30

mit ihrem kessen koch :-)

Comment by Regina
2007-09-26 13:06:28

Hehe… den hab ich ein paar Mal gesehen, als er beim ADEG einkaufen war, er ist seither nicht wirklich sympathischer geworden. ;-)

(Comments wont nest below this level)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Comment by Stefan Heimers
2007-09-24 14:46:42

Meine Meinung zur SVP-Propaganda:

Irgendwie muss man die Blocherjugend doch bei Laune halten, während die
Propagandaabteilung Inserate gegen unwertes Leben veröffentlicht.
Vermutlich arbeiten die Spieleprogrammierer unterdessen am Volkswebbrowser,
der nur noch eine Domain anzeigen kann.

Ähm, hatten wir das nicht vor ein paar Jahrzehnten schon bei unseren
Nachbarn im Norden? :-)

Comment by Florian
2007-09-24 15:18:46

Bei den Dänen? Da müsstest du Lauwarm mal fragen ;-) Ansonsten könnte man sich ja am 6. Oktober in Bern treffen… Fest gegen Rassismus.

Comment by Stefan Heimers
2007-09-24 16:11:41

Seit wann sind die Dänen unsere Nachbarn? Wer will schon Laudahns Nachbar sein :-)

Nee, was soll ich ausgerechnet an meinem Geburtstag in Bern? Ich glaub, da bin ich lieber in Basel.

Gruss aus der Schweiz,
Stefan

Comment by FliFlaFlorian
2007-09-24 19:01:35

Na, die Dänen sind auch im Norden… nur ein Land weiter… Den, der zwei oder drei Häuser weiter wohnt, den nennst du doch auch Nachbar, oder?

Ach, schwarze Schafe gehören am 6. Oktober nach Bern!

Gruss aus der Zentralschweiz!

 
 
 
Comment by Regina
2007-09-24 19:47:17

Ja, das klingt ja erschreckend – aber solange das in der CH passiert, ist es mir ja ziemlich egal.
Schließlich schottet die Schweiz sich irgendwie vom Rest EU-ropas eh ab, daher kann auch nicht viel nach außen dringen, was bei euch passiert. Lustigerweise tut es das auch nicht, denn wenn mir niemand diese Zottel-Page gezeigt hätte, dann hätte ich den Kram nie gefunden.

Comment by Opossum
2007-09-25 00:05:04

Zum Glück kommt davon nicht allzu viel nach draussen, es wäre ja erschreckend. Die meisten Wahlkampfaktionen sind aber auch nach innen gerichtet, sei es das Ausschlachten des Skandals rund um Blocher und den ehemaligen Bundesanwalt, seien es die Lohnforderungen und Streikdrohungen der Gewerkschaften, sei es die Forderung nach dem Atomausstieg usw.

Zum Glück sind bald Wahlen, ich glaube ich bin nicht der einzige, der langsam mit Wahlkampf gesättigt ist. Kaum eine Partei, die kurz vor den Wahlen nicht noch eine chancenlose Volksinitiative startet, einen “Skandal” aufdeckt o.ä. Der Witz ist, dass trotz des ganzen Aktionismus die prozentualen Veränderungen verglichen mit dem, was in umliegenden Ländern üblich ist, wohl ziemlich klein sein werden.

Comment by Opossum
2007-10-01 17:05:49

Tja, jetzt hat die NPD abgekupfert. Man vergleiche mal das offizielle Wahlplakat der SVP, welches bei uns an jeder Strassenecke hängt http://is.blick.ch/img/gen/w/E/HBwEfjWv_Pxgen_r_180xA.jpg
mit dem Wahlplakat der NPD Hessen:
http://www.npdhessen.de/dateien/inhalte/Image/endlichgeklappt.jpg

Comment by Regina
2007-10-01 19:23:29

Ja, denen grausts eben auch vor nix – ich sag ja: Die FPÖ würde sich _das_ _so_ _nicht_ trauen.

Comment by Opossum
2007-10-02 00:26:53

Ich wäre mir nicht so sicher, dass im nächsten Wahlkampf nicht auch FPÖ & Co. interaktive Spiele auf SVP Niveau anbierten und ähnliche Wahlplakate aufhängen. “Daham statt Islam” als Slogan finde ich eigentlich auch nicht besser als die SVP-Wahlplakate. Aber andererseits ist es irgendwie auch nicht sinnvoll, eine Rangliste zu erstellen, welche Wahlkampagne nun die absolut geschmackloseste ist …

Diejenigen, die den Wahlkampf organisieren, gehen ja absichtlich ins unterste Niveau und bedienen ganz bewusst das rechtsextreme Milieu, weil sie genau wissen, dass dort keine andere Partei fischt und die Stimmen von dort einige Sitze extra bringen, die am Schluss entscheidend sein können. Ich fand es einfach bezeichnend, dass die klar rechtsextreme NPD das Plakat der SVP praktisch 1:1 übernommen hat. Für mich ist das der Beweis, dass das Plakat in der rechtsextremen Szene genau so verstanden wird, wie es aus meiner Sicht zu erwarten ist, obschon die SVP das öffentlich abstreitet. Ich bin überzeugt davon, dass die SVP trotz des öffentlichen Dementis genau dies beabsichtigt hat.

Comment by Regina
2007-10-02 13:04:06

Natürlich. Wenn du es sagst, dann wird die FPÖ das wohl auch übernehmen.
Was geb ich nicht alles auf eine fachmännische Meinung.

Comment by Opossum
2007-10-02 13:58:20

(bow) wir sind natürlich wie immer alle deiner Meinung, sorry für das Versehen (bow)

Aber, u c: Gemäss Berichten in der Sonntagspresse vor zwei Wochen beobachten FPÖ und BZÖ sehr interessiert den Wahlkampf der SVP. Die SVP ist nämlich eine der wenigen rechtspopulistischen Parteien,die in letzter Zeit keine Verluste einstecken musste.

Aber u c, ehrlich gesagt: So sicher bin ich mir nicht, dass http://www.wiedenmeier.ch/wordpress/wp-content/uploads/2006/09/123.jpg
oder http://www.wiedenmeier.ch/wordpress/wp-content/uploads/2006/09/daham1.jpg
soviel besser sind als das, was die SVP macht.

 
 
 
Comment by Opossum
2007-10-02 00:35:12

Ach ja, noch zur Ergänzung:

Ich war schon vor vier Jahren fest davon überzeugt, dass der Wahlkampf der SVP nun absolut unten angekommen ist und vom Niveau her gesehen tiefer nicht mehr geht. Auch Experten in Zeitung und Fernsehen haben damals gesagt, dass die SVP die Grenzen des Machbaren damit ausgereizt habe.

Dass es tiefer geht, ist ja nun bewiesen. Vor ca. vier Jahren gab ein Plakat mit einem Ausländer, der eine Schweizer Fahne von hinten zerreisst und durch sie durchsteigt, sowie ein Plakat mit Schweizer Pässen und allerlei farbigen Händen, die (gierig) zugreifen, etwa so: http://www.svp.ch/img1/masseneinbuergerung2.png

Das ist der Grund, wieso ich mir an deiner Stelle nicht so sicher wäre, dass den österreichischen Rechtsaussenparteien irgendetwas heilig ist.

Comment by Opossum
2007-10-02 18:32:19

Zur heutigen Ergänzung:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,507481,00.html

Und vor allem das: Die Schafe sind in Wirklichkeit geklaut, die hat die SVP nicht selbst gemacht: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/31731602

Comment by Regina
2007-10-03 17:46:01

Ja danke, die Artikel waren recht interessant. Nichts desto trotz lässt sich der SVP-Wahlkampf nicht mit dem der FPÖ vergleichen.
Mir sind da spontan die Wahlplakate der Sozialdemokraten und der Christlich-Sozialen aus der 1. Republik eingefallen – die waren auch jenseits des guten Geschmackes. Aber es ist ohnehin sinnlos, es dir erklären zu wollen, da du wohl der Meinung bist, die FPÖ und die SVP könnte man in jeder Hinsicht vergleichen.
PS: Man kann auch die FPÖ und die NPD nicht vergleichen, aber das nur nebenbei.

Comment by Opossum
2007-10-03 18:09:14

Nun, u c: Die SVP war ja auch nicht immer so. Bis zur Machtübernahme von Blocher, Frey & Co. war die SVP eine Partei für das ländlich geprägte Kleingewerbe und die Bauern, so wie sie es z.B. im Kanton Bern noch immer ist, wo sie z.T. die Funktion hatte, wie die CSU in Bayern.

Erst seit den Wahlen 1999 und 2003 hat der von Blocher dominierte Hardlinerkurs in der SVP oberhand gewonnen, früher wären Wahlkampagnen und Angriffe auf den Staat wie sie die SVP jetzt macht, undenkbar gewesen.

Ich bin übrigens nicht der Ansicht, dass man die FPÖ mit der SVP in jeder Hinsicht vergleichen könnte. Das liegt z.B. an der unterschiedlichen Rolle von Österreich und der Schweiz im zweiten Weltkrieg, aber auch daran, dass die Schweiz aussenpolitisch anders dasteht als Österreich, um mal nur zwei Beispiele zu nennen. Ich hab ja auch nirgendwo behauptet, dass man die FPÖ und die SVP 1:1 vergleichen könnte, sondern nur den Aspekt des geschmacklosen Wahlkampfs miteinander verglichen und bin zum Schluss gekommen, dass die FPÖ da nicht viel besser dasteht bzw. dastehen wird als die SVP.

Möglicherweise ist das in der Kurzfassung hier untergegangen, aber u c, wenn ich zuviel Text schreibe, krieg ich ja wieder eine Schelte wegen Redeschwall und so …

(Comments wont nest below this level)
Comment by Regina
2007-10-03 18:15:00

Aha. Na dann ist ja gut.
Darf man noch erfahren, auf welchen Wahlkampf bzw. welche Wahlkämpfe der FPÖ du da genau anspielst, um mit der SVP zu vergleichen?
Du kannst auch gerne das BZÖ dazunehmen – ist eh alles der selbe Brei.

 
Comment by Opossum
2007-10-03 19:57:06

Na, ich hab’s ja schon verlinkt. “Daham statt Islam” und “Deutsch statt nix verstahn”. Und der HC Strache hat ja auch gerappt “ab nach Hause guten Flug, Arbeitslose haben wir hier selbst genug”. Ich bin eigentlich schon der Ansicht, dass das nicht besser ist als das, was die SVP macht, aber k, aus Österreichischer Sicht ist das vielleicht anders, weil du dir das FPÖ-Zeug halt schon gewöhnt bist, so wie ich in SVP-Beziehung ja auch schon abgestumpft bin.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Comment by Florian
Comment by Regina
2007-10-11 08:55:21

Mann, Mann. Dieser Beitrag will auch nicht zur Ruhe kommen – mal sehen, was nach der Wahl passieren wird.
Aber danke für den Link, der war eh gut. ;-)

 
 
Comment by ABC
2007-11-12 20:47:30

Ich weiss, dieses Thema ist schon ziemlich alt und die Wahlen in der Schweiz sind auch schon vorbei. Vielleicht liest ja trotzdem jemand meinen Beitrag.

Ich wollte nur Folgendes sagen:

1. Es ist nichts Rassistisches dabei, wenn man GEWALTTÄTER ausschafft – und genau das will die SVP. Auch die SVP kann und will nicht alle Ausländer rausschmeissen. Die SVP steht bloss dafür ein, VERBRECHER unseres Landes zu verweisen.

2. Ich halte es für absolut arrogant und frech, als Nicht-Schweizer so über die Schweiz zu urteilen. Denn erstens haben wir in der Schweiz einen Ausländeranteil von über 20% und zweitens haben wir auch mit diesem hohen Ausländeranteil viel kleinere Probleme als andere Länder. Man denke mal an Deutschland… Ich möchte ja lieber nicht nachts durch Berlin-Neukölln gehen…

Comment by Opossum
2007-11-12 21:07:45

Es ist dir vielleicht entgangen, aber fast alle, die sich in dieser Diskussion hier geäussert haben, SIND Schweizer. Auch wenn die SVP ab und zu so tut, als hätte sie das Volk für sich gepachtet, hat sie gerade mal etwas mehr als einen Viertel der Bevölkerung hinter sich.

Die Tatsache, dass wir in der Schweiz relativ wenig Probleme mit Ausländern haben, liegt an der allgemein guten Konjunkturlage, die es auch Ausländern ermöglicht, ein Leben in relativem Wohlstand zu führen und auch daran, dass von den 20% Ausländern der überwiegende Teil Leute aus anderen westlichen Kulturen (Italiener, Deutsche, Portugiesen, Spanier) sind, die sich wegen der übertriebenen bürokratischen Hürden, die die SVP befürwortet, nicht einbürgern lassen.

Die SVP steht für eine Politik, die sich gegen Integration richtet (z.B. bekämpft die SVP staatlich finanzierten Sprachunterricht für Ausländer und will stattdessen die, die die regionale Landessprache nicht beherrschen, in Extraklassen abschieben, wo das Niveau dann viel tiefer ist). Die SVP setzt sich auch nicht für den Dialog mit Ausländern ein, sondern setzt gezielt auf Provokation und Konfrontation. Genau das sieht man auch auf den Plakaten und in den in diesem Artikel beschriebenen dreckigen Spiel, wo Ausländer generell als diejenigen dargestellt werden, die sich den Schweizer Pass zu Unrecht erschleichen wollen, kriminell sind usw. Es dürfte offensichtlich sein, dass solches Verhalten Kriminalitäts- und Integrationsprobleme nicht senkt, sondern eher fördert, was dann allerdings wieder Wasser auf die Mühlen der SVP ist, da sie als Protestpartei von Problemen lebt, nicht von deren Lösung.

Dass es der Schweizer Wirtschaft im Vergleich relativ gut geht und dass wir relativ wenige Probleme haben, ist ganz sicher nicht Verdienst der SVP.

 
 
Comment by Regina
2007-11-12 21:05:22

Natürlich wird das gelesen. :-)
Ich nehme deine Meinung zur Kenntnis, teile sie aber nicht. Die SVP erweckt mit ihrem Spiel den Eindruck, als wären alle Ausländer kriminell – für die genauen Quoten interessiert sich niemand.
Zudem habe ich nicht über die Schweiz geurteilt, sondern einen Beitrag über ein Spiel der SVP geschrieben und überhaupt: auch als Österreicherin habe ich sehr wohl das Recht, mir ein Bild über meinen Nachbarstaat zu machen.

 
Comment by ABC
2007-11-13 20:22:21

- Ich halte weder die SVP noch die Ausschaffungsinitiative für rassistisch. Ich sehe nicht ein, warum eine Kampagne, die sich gegen ausländische Vergewaltiger, Mörder und andere Kriminelle richtet, rassistisch sein soll.
Ich denke, die SVP hat Recht mit dem Prinzip ‘fördern aber auch fordern’. Ich denke nicht, dass nur wir Schweizer für die Integration der Ausländer zuständig sind. Sie können selber entscheiden, ob sie sich integrieren oder aus der Gesellschaft ausschliessen wollen! Wer sich integrieren will, kann das auch!

Ich denke ausserdem, die SVP sei die ehrlichste aller Parteien.
Jedes Wochenende höre ich von Problemen mit Ausländern oder habe selber welche. Noch nie hatte ich Probleme mit Schweizern! Kein einziges Mal! Noch nie habe ich eine Schlägerei erlebt, die von Schweizern ausging; noch nie wurde ich auch offener Strasse von Schweizern blöd angemacht; alle, die bei uns von der Schule geflogen sind, waren Ausländer.
Da kommen die Linken und sagen, ICH als Schweizer würde diese ach so armen Ausländer nicht genug integrieren. Die SVP hingegen spricht die Probleme an, sagt, welche Probleme wir haben.

- 70% der Gefängnisinsassen sind Ausländer; über 60% der Gewaltdelikte unter Jugendlichen werden von Ausländern begangen; über 80% der Vergewaltigungen werden von Ausländern begangen. Da redet die SP von Integration. Integration ist schön und gut; man kann aber 1. niemanden integrieren, der sich nicht integrieren will und 2. muss man für die Leute, die sich auch trotz der besten Integrationsmassnahmen nicht integriert und angepasst haben, eine Lösung bereithalten. Die SVP liefert solche Lösungen.

- Sogar auf dem zugestellten Unterschriftenbogen der Ausschaffungsinitiative war deutlich geschrieben, dass sich diese nicht gegen alle Ausländer richtere und das mit dem Ausschaffen von Gewaltverbrechern auch die angepassten, integrierten, freundlichen Ausländer in der Schweiz sicherer leben und einen besseren Ruf haben.

- Wie gesagt; in der Schweiz ist der Ausländeranteil sehr hoch – die Probleme vergleichsweise klein. Davon können andere Länder (D, NL, F…), die ständig auf Toleranz und Integration gesetzt haben, nur träumen.

- Ich bin auch nicht 100%-ig mit dem einverstanden, was die SVP sagt. Vieles, was die SVP sagt, halte ich aber für richtig.
Es ist mir übrigens um einiges lieber, hier in der Schweiz zu leben, wo die SVP ‘dank’ der Ausländerprobleme immer mehr Einfluss gewinnt, als in z. B. Deutschland, wo es wegen der Ausländer immer mehr Rechtsextreme gibt und Parteien wie die NPD oder DVU immer mehr Stimmen bekommen.

Comment by Opossum
2007-11-14 13:07:34

Dass die Zustände in Frankreich schlimmer sind, als bei uns, liegt daran, dass die Nachkommen der Ausländer (heute grösstenteils schon lange Franzosen), die einst als billige Arbeitskräfte aus Nordafrika eingewandert sind, nun in schnell hochgezogenen riesigen Wohnblöcken eingepfercht werden und praktisch Bürger zweiter Klasse sind, da sie keine Chance auf sozialen Aufstieg haben. Frankreich setzt eben nicht wirklich auf Toleranz oder Integration, sondern schiebt das Problem in gesichtslose Vorstädte ab, wo es die übrigen Franzosen nicht stört. Ein Franzose mit maghrebinischen Wurzeln kann sich eben gerade *NICHT* in der ersten Klasse der Gesellschaft integrieren.

Wenn du verhindern willst, dass in der Schweiz ähnliche Zustände auftreten, musst du die Bildung einer Parallelgesellschaft der Chancenlosen, wie sie in Frankreich existiert, verhindern. Das tut man nicht, indem man ständig dafür eintritt, dass beispielsweise der Sprachunterricht in der Muttersprache der zu integrierenden und in Deutsch gekürzt, bzw. nicht eingeführt wird und auch nicht, indem man dafür eintritt, dass Ausländer in spezielle Klassen abgeschoben werden, wo die zweitklassige Ausbildung dann schon von vornherein in die Arbeitslosigkeit führt und auch nicht, indem man ständig mit Plakaten, Inseraten usw. generell auf Ausländern herumhackt und sie als Gefahr darstellt, obschon die überwiegende Mehrheit eben nicht kriminell ist.

Man tut etwas für Integration, wenn man das Gegenteil des oben beschriebenen macht und ausserdem durch städtebauliche Massnahmen dafür sorgt, dass es in Städten nicht Quartiere nur für Reiche und Quartiere nur für Arme gibt, sondern dass das Wohnangebot in den Quartieren möglichst gemischt ist, so, dass sich die Bevölkerung nicht auseinanderdividiert. Man könnte auch etwas tun, indem man z.B. “Ausländer”, deren Eltern bereits hier geboren wurden, einbürgert, anstatt hier immer neue bürokratische Hürden aufzubauen und so zu tun, als seien sie eine Belastung, obschon bereits ihre Eltern genauso Steuern bezahlt haben wie Schweizer.

Die SVP lebt in dieser Beziehung davon, das Problem mit wohl ca. 5% der Ausländer völlig aufzubauschen und ständig nur noch von denen zu reden, so dass man meinen könnte, es würde sich um etwa 95% handeln. Die 95% ehrlichen sollen kurz gehalten und schikaniert werden. Das schlimmste, was der SVP als reiner Protestpartei passieren kann, wäre, dass bestehende Probleme gelöst werden. Die SVP bewirtschaftet darum Probleme, indem sie sie bestehen lässt oder aufbauscht.

Ein paar Beispiele, um die “Ehrlichkeit” der SVP zu demonstrieren:

S-Bahn Zürich: Die SVP war gegen den Bau der S-Bahn. Heute werden über 50% des Pendlerverkehrs vom ÖV bewältigt, ohne die S-Bahn würde Zürich im Verkehrschaos versinken. In den Wahlprospekten tut die SVP aber nun so, als sei es auch nur im Geringsten ihr Verdienst, dass Zürich eine gute Verkehrsinfrastruktur hat. Die SVP bzw. ihr nahestehende Organisationen bekämpfen auch weiterhin die Schliessung von Lücken im ÖV-Angebot (z.B. Glatttalbahn).

Die SVP hat seinerzeit auch den Weiterbau der NEAT bekämpft, als es finanziell problematisch wurde. Ginge es nach der SVP, hätten wir heute keinen Lötschberg-Basistunnel, sondern bloss eine milliardenschwere Bauruine, dafür aber eine vierspurige Autobahn durch den Gotthard. Man muss nur einmal an die Autobahn-Transitachse stehen, um zu verstehen, dass das nicht die Zukunft sein kann. (Wohl aber die Zukunft für Lastwagen-Fuhrhalter, die SVP-Mitglieder sind …)

Anderes Beispiel: Die SVP behauptet, Abgaben senken zu wollen: Die SVP ist aber dagegen, dass Agrarzölle und andere Importhindernisse endlich beseitigt werden, so dass die Lebensmittelpreise auf EU-Niveau sinken könnten. Grund dafür ist, dass sie ihre eigene Klientel, die Bauern, bedienen muss. Von einer Senkung der Lebensmittelpreise könnten weite Teile der Bevölkerung profitieren. Dafür tritt die SVP für Subventionen von Bauern ein, die jeden Schweizer ca. 1000 CHF pro Jahr kosten. Auch hier wird die Klientel der SVP problemlos aus dem Bundeshaushalt bedient. Dafür müssen Schweizer mehrere 100% Importgebühren bezahlen, wenn sie Geflügel aus dem Ausland kaufen.

Anderes Beispiel Gesundheitswesen: Eine Möglichkeit, die Kosten zu senken, wäre, dass man endlich Parallelimporte aus dem Ausland zuliesse. Einige SVP-Mitglieder, z.B. Ulrich Schlüer, liebäugeln aber eher damit, dass man das Krankenkassenobligatorium aufheben könnte, was wohl v.a. die Ärmsten treffen würde und direkt in eine Zweiklassengesellschaft führen würde (s. oben).

Weiteres aktuelles Beispiel: Die SVP-nahe Organisation AUNS startet wieder einmal eine Initiative. Diesmal sollen Auslandseinsätze der Schweizer Armee verboten werden, weil sie angeblich neutralitätswidrig sind. Die AUNS versteht den Neutralitätsbegriff immer noch so, wie er zu Zeiten des Kalten Krieges verstanden worden ist. Die Auslegung ist natürlich sinnlos, weil es kein bipolares Blocksystem mehr gibt, aus dem man sich heraushält. Man muss einfach mal anschauen, wie Auslandseinsätze der Schweizer Armee konkret aussehen: Wären die internationalen Kfor-Truppen nicht im Kosovo, gäbe es innert ein paar Tagen massive Konfrontationen zwischen dem serbischen und dem kosovarischen Bevölkerungsteil mit einer entsprechenden Flüchtlingswelle. Hier sorgen die Kfor-Truppen für Ruhe, bis der Kosovo wieder eine eigene stabile Verwaltung aufgebaut hat. Da ist die SVP dagegen, wenn es nach der SVP ginge, würde man die Menschen dort sich selbst überlassen, was zum Bürgerkrieg und viel Leid führen würde. Bei den übrigen Auslandseinsätzen der Schweizer Armee handelt es sich dagegen vorwiegend um die Entsendung einiger Spezialisten, die an der ETH, am AC-Labor in Spiez o.ä. ausgebildet worden sind. Hier braucht es nun einmal Militärs, weil in den meisten Teilen der Welt die Militärs, mit denen verhandelt werden muss, nur mit Militärs, die einen ähnlichen Dienstgrad aufweisen, verhandeln werden. Die SVP-nahe Organisation ist dagegen, dass Schweizer AC-Spezialisten Chemiewaffenarsenale überwachen oder die Einhaltung von Verträgen überwachen, wieso auch immer. Ich gehe davon aus, dass mit diesem Thema wieder einmal billig Wahlkampf gemacht werden soll und die SVP die gravierenden Folgen, die das haben könnte, einfach für ein paar Stimmenprozente in Kauf nimmt.

Im übrigen ist die SVP ja auch dagegen, Sozialhilfebezüger von den Einkommenssteuern zu befreien, dafür will sie Steuerreformen einführen, die v.a. Reichen zugute kommen.

Soviel zur SVP, das sollte fürs erste ausreichen.

 
 
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2017-03-24 13:33:25

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